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iPhone4 der ersten Generation

Mein iPhone 4 wird zum Piko-Aquarium
(zum ersten Male ist es gelungen, ein Aquarium mit weniger als 100 ml zu betreiben. Alle Nano-Freunde werden vor Neid erblassen).

Ja, ich bin stolzer Besitzer eines neuen Apple iPhone 4. Es begeisterten mich die vielen schönen, bunten Icons, die klare, lange vermisste Benutzerführung. Auf meine Bedenken, was die Qualität der Verbindungen zu Swisscom anbelangte, konnte mich (damals) die Spitzenangestellte bei Swisscom beruhigen: die Schweiz hätte ein viel dichteres Netz als die USA, also überhaupt kein Grund zur Sorge. Ich freute mich also riesig auf das Wunderwerk.

Ich wurde auch nicht sauer, als ich nicht die (ganz kleine) 1. Tranche der an Swisscom gelieferten iPhones erhielt, sondern mehrere Wochen darauf warten durfte. Ich wurde in der Zwischenzeit durch wichtige Meldungen von Apple und von Swisscom zugemüllt. Aber… das iPhone kam. Und tatsächlich konnte es viel mehr und zuverlässiger als meine bisherigen Modelle… Nur telefonieren konnte man kaum.

Ich gebe ja zu, dass ich nicht an der Bahnhofstrasse in Zürich wohne und somit nicht in den Genuss von mehreren Natel-Antennen in der Nähe komme. Aber zumindest haben bis jetzt meine Nokias, Sony Ericsson‘s und HTC’s oder wie sie immer heissen, zwar keine sog. Freunde automatisch in Australien finden können, aber zumindest konnte man damit telefonieren. Es ist schon zur lieben Gewohnheit geworden, morgens mit der erfreulichen Mitteilung: „Verbindung unterbrochen, soll neue Verbindung gesucht werden?“ geweckt zu werden. Man sieht aber praktischerweise die Qualität der Verbindung an den bis zu fünf Strichen ganz oben links. Wenn ich also das iPhone auf den Schreibtisch lege (1 Strich) und mich dann etwa 10 Meter entferne (2 Striche) könnte ich gerade so (bin mal gespannt, wie dieses Wort automatisch in englische überwetzt wird)telefonieren. Oder aber ich gehe etwa 100 Meter gegen den Dorfkern, biege etwa 20 Meter vorher ab und nehme das Postauto nach Aesch, dann kann ich sehen, wie der Empfang immer besser wird.
Apple
In den entsprechenden Foren überbieten sich die "Meerwasserfreunde" geradezu mit immer kleiner werdenden Aquarien. ICH WILL AUCH DABEI SEIN! Der lange Rede kurzer Sinn: ich habe das iPhone nicht fortgeworfen, zertrampelt oder angezündet, wie ich es in einer ersten Reaktion tun wollte, sondern ich habe das iPhone von allem elektronischen Ballast befreit und vollständig ausgehöhlt und ein Piko (noch viel kleiner als Nano)-Aquarium gebaut. Ich habe die Beleuchtung des iPhones gelassen, einen ganz kleinen Trichter für den Wasserwechsel eingebaut, meine Clownies mit dem Plattierhammer etwas flach gedrückt und etwas 0.1 gr. Lebendgestein eingebracht. Erste Erfahrungen: Der Wasserwechsel ist technisch etwas anspruchsvoll. Allerdings reichen 25 Kg Silbermann-Salz für etwa 2000 Jahre (also erheblich länger, als damals prognostiziert wurde, na Sie wissen schon was ich meine). Der Akku des iPhone ist bekanntlich sehr schwach, muss alle paar Stunden neu aufgeladen werden, erzeugt aber mehr als genug Hitze, um konstant die gewünschte Temperatur zu garantieren. Schade nur, dass sich die dummen Clownies an das gelegentliche Läuten (wenn ich wieder einmal mehr als 10 Meter weg bin) nie richtig gewöhnt haben und der Anrufer nur ein dumpfes Blubbern hört. Zudem muss ich, wenn das Gelege mehr als 3 Eier enthält, aus Platzgründen die überzähligen entsorgen.
Natürlich ist hier noch mehr als den Nano-Aquarien den Wasserwerten volle Aufmerksamkeit zu schenken, Durch die Grösse (Kleine) des Wasserinhalts können die Werte sehr schnell kippen. Es ist also unabdingbar, dass alle 10 Minuten die Parameter gemessen  und allenfalls korrigiert werden. Die PH-Sonde habe ich etwas flachgeklopft, damit sie im Gefäss Platz hat. Aber ansonsten macht das Aquarium viel Spass, vor allem auch, da man es ohne Weiteres auch ins Schwimmbad oder Kneipe mitnehmen kann.
Ich bin gespannt, welche Tiere der "Fish-Selector" für eine artgerechte Haltung vorschlägt.

(zugegeben, ich habe ein bisschen getrickst: den Aschenbecher habe ich wegretouchiert, das Etikett der Bierflasche gegen ein Etikett eines alkoholfreien Bieres ausgetauscht).

Krebsfalle 1, Versuch

 Krebsfalle   Zum Text

Krebsfalle des Monats

Nach tausenden von Versuchen, nach einigen Castings und nach vielen Publikums-Umfragen können wir heute zur Verleihung des Titels „Krebsfalle des Monats Januar 2012“ schreiten.

Krebsfalle

 

Laudatio:

Diese geniale Falle hat dunkle Bereiche,  wird vom Wasser durchströmt, ist einfach zu befüllen und auch leicht wieder zu leeren resp. zu reinigen.

Beschreibung:

Als Köder habe ich ein  unbelastetes, ungewürztes Stück eines Scampi roh (Migros Budget) genommen, gross genug, dass das Stück nicht durch die Falle entweichen kann und klein genug, dass noch etwas zum „z’Nacht“ übrig blieb (für unsere deutschen katholischen Freunde: „Vesper“).

Die Zunge muss so stabil sein, dass ein Entkommen unmöglich wird aber so biegsam, dass ein Krebs ohne Probleme durchschlüpfen kann. Ich habe eine alte schwarze Plastikmappe geschnitten (kann auch Plastikregister sein, am besten eignet sich der Buchstaben „B“, wo ich immer alle Beitreibungen ablege, dieses Registerblatt ist ganz abgegriffen und gehört sowieso ersetzt).

Die Falle selbst ist ein altes Stück eines unbrauchbaren Beckenreinigungsgerätes (sog. Mulmabsauger, allerdings haben sich die Fische die Bäuche gehalten, so haben sie gelacht, als ich mit diesem Ding vorm Aquarium auftauchte).

Krebsfalle

Rest des Beckenreinigungsgerätes

 

Und hier der Beweis, dass dies auch funktioniert (ein Einsiedler links der Falle lacht sich krank!). Das helle Korallenfragment dient zum Beschweren der Falle:

Krebsfalle

Nur langsam gehen mir die Krebse aus!

Diese Forschungsergebnisse sind noch ohne finanzielle Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds erfolgt. Da aber schon weit Unsinnigeres gefördert wurde, blicke ich voll Hoffnung nach Bern. Ansonsten werde ich nur Männchen fangen, so dass ev. die Eidg. Frauenförderung einen Beitrag spricht! Meine vergangenen Verdienste werden dort sowieso wohlwollend verfolgt. Habe, wann immer möglich ein Pärchen einer Tierart eingesetzt und damit wesentlich zur Gleichberechtigung der Geschlechter beigetragen. Im Januar 2012

P.S.: Ich habe in einem deutschen Forum gelesen, dass, wenn man den Arm ins Becken hält und wenn die Haut brennt, etwas mit dem Wasser nicht in Ordnung ist. Was zeigt uns dies: intellektuell sind uns die Deutschen einfach haushoch überlegen, sie können zudem auf eine jahrzehntelange Erfahrung mit Meerwasser zurück blicken ABER nicht immer gilt der Umkehrschluss: nicht immer, wenn sie Haut sich nicht auflöst, ist der Phosphatgehalt im Becken im grünen Bereich.

 

Artemia-Zucht Light

 Artemia   Zum Text

Beschriften der Kabel

 Kabel   Zum Text

Neue Produkte: Boyu

  Boyu  

Immer auf der Suche, möglichst wenige Wasserpfützen auf dem teuren Perserteppich zu produzieren, habe ich mir heute den BOYU Water-level Alarm angesehen.

Chinesisch, billig (17.91 CHF und 10.00 Porto), Batterien (3 Stück LR44) schon dabei, ohne irgendwie Transport- oder Entladungssicherung, dafür sofort einsatzbereit. Keine Möglichkeit einer Steuerung (Lautstärke des Sirenleins u.ä.), aber (eine kleine Revolution) mit einem  Ein- und Ausschalt Schieberegler).

Für was ist das Ding gut?

Keine Ahnung. Umso mehr als der Minimal- und der Maximalwasserstand nicht einstellbar ist (in dem man den „Sensor“ schräggestellt ist eine leichte Korrektur vielleicht doch möglich). und das Piepschen erinnert an eine geknebelte Biene, kurz vor dem Orgasmus

Als einzige sinnvolle Möglichkeit, dieses kleine Wunderwerk einzusetzen, fällt mir ein, dass in einer russischen Bar im Wodkaglas dem Barkeeper beim leeren Glas ein Piepschen darauf aufmerksam macht, dass nachgefüllt werden muss. Aber wer wohnt schon in Russland?

Besuch im Basler Vivarium

 Zoo Basel   Zum Text

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